Sanierung-Schloss

Ein denkmalgeschütztes Schloss braucht Hilfe

Der Wunsch nach mehr nutzbarem Wohnraum hat die Besitzer veranlasst, das obere Geschoss umzubauen. Der Kern wurde ausgehöhlt. Dort soll nun eine zusätzliche Wohnung entstehen.

Das Erdgeschoss wird mit Holzöfen in den einzelnen Zimmern beheizt. Das 1. Obergeschoss mit herkömmlichen Heizkörpern.
Eine nicht wirklich behagliche Wärme sowie Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme gaben den Anlass über eine intelligente Alternative nachzudenken.

Bauliche Voraussetzungen:

Außenwände: Ungleichmäßig dickes Ziegelmauerwerk von ca. 30 – 50 cm Dicke. Darf laut Denkmalschutz nicht isoliert werden.
Nach oben ein ungedämmter Dachstuhl.
Darunter eine Balkenlage mit einer unteren Strohlehmlage und aufgefüllt mit Schutt.
Die Abstände der Balken liegt zwischen ca. 55 cm und 85 cm.
Die Balken dürfen nicht angebohrt werden.

Bauherrenwünsche:

Holzdielen sollen als Fußbodenbelag wieder verwendet werden.
Fußboden soll temperiert werden.
Wände sollen mit Tonputz neu verputzt werden.
Innenwände werden in Leichtbauweise aufgebaut.

Lösung:

Die Außenwände werden ringsherum temperiert. Diese Maßnahme ermöglicht zum einen ein wohliges und gesundes Raumklima und zum anderen eliminiert dies jegliches Feuchte- und Schimmelproblem.
Die Außenwände werden mit Tonputz neu verputzt. Dies steigert nochmals das gesunde Raumklima. Die Innenwände zusätzlich mit Ton verspachtelt.
Die Innenwände im Bad werden zusätzlich temperiert.
Die Decke zum Dachstuhl wird isoliert.
Die Holzdielen werden ausgebaut und aufbereitet.
Als Grund-Temperierung werden die Zwischenlagen zwischen den Balken ebenfalls temperiert. Dies sorgt für eine angenehme Fußboden-Temperatur. Dafür wird der Schutt abgetragen und die Temperierung auf die  Strohlehmlage gelegt. Die Temperierungs-Register werden in Tongranulat eingelegt. Somit erhält man zusätzlich für das 1. OG eine leichte Decken-Temperierung.

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