Schütze Dich: Die 9 häufigsten Schimmelirrtümer!

Schimmel in den eigenen vier Wänden ist keine Seltenheit mehr. Statistiken zufolge ist jeder 5. Haushalt von dem pelzigen und gefährlichen Pilz betroffen. Auf der Suche nach den richtigen Maßnahmen und Fakten treten immer wieder weitverbreitete Unwahrheiten auf.

In diesem Beitrag klären wir dich auf und zeigen dir wo die 9 häufigsten Schimmelirrtümer liegen!

Irrtum Nr. 1:  Schimmel kommt nach der Beseitigung nicht wieder!

Mit der Beseitigung des Schimmels sind zwar das abstoßende Aussehen und meist auch die damit verbundene gesundheitliche Gefahr aus dem Weg geräumt. Jedoch wird damit nicht die Ursache des Problems bekämpft.

Solange die „Quelle“ nicht behandelt wird, kann der Schimmel immer wieder auftauchen. Mögliche Ursachen können das schlecht gelüftete Badezimmer oder kaputte Wasserrohre sein.

Aus diesem Grund solltest du nicht nur um die Schimmelbeseitigung, sondern auch um die prophylaktische Schimmelvermeidung kümmern.

Irrtum Nr. 2: Die Luftfeuchtigkeit ist verantwortliche für den Schimmel!

Jein! Schimmel benötigt immer zwei Voraussetzungen, um wachsen zu können. Das ist zum einen eine hohe Luftfeuchtigkeit und zum anderen eine kühle Fläche.

Nur wenn beides zutrifft, kann es überhaupt zum Befall kommen. Da eine ausreichende Luftfeuchtigkeit von 40-60% sogar wichtig ist für deine Gesundheit, solltest du nicht daran drehen. Vor allem im Winter leiden viele Bewohner aufgrund der trockenen Luft.

Wichtiger ist, die kühlen Flächen zu kontrollieren und diese auf eine konstante Temperatur von über 15° Celsius zu bringen. Daraufhin hat Schimmel keine Chance.

Die am besten dafür geeigneten Heizmöglichkeiten sind die sogenannten Flächenheizsysteme.

Irrtum Nr. 3: Lüften im Sommer trocknet feuchte Räume!

Leider nein. Im Sommer ist der Luftfeuchtigkeitsgehalt wesentlich höher, als in der restlichen Zeit des Jahres.

Werden also feuchte Räume während Zeiten der hohen Temperaturen gelüftet, führt es dazu, dass noch mehr Feuchtigkeit hineingelangt.

Eine geeignete Alternative ist das Lüften in der Nacht bzw. früh morgens oder spät abends, wenn die Temperaturen gesunken sind.

Irrtum Nr. 4: Nur sichtbarer Schimmel ist gefährlich!

Das stimmt überhaupt nicht. Auch wenn die Pilzsporen nicht sichtbar sind, liegen sie in der Luft und werden von dir eingeatmet.

Ab einer bestimmten Konzentration kann der Schimmelpilz für dich und deine Mitbewohner zur Gefahr werden.

Sporen und Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen können allergische und reizende Reaktionen beim Menschen auslösen. Mögliche Auswirkungen können Müdigkeit, Migräne, Hautekzeme, Augentränen, Niesen, Schnupfen, Husten und sogar Asthma sein.

Irrtum Nr. 5: Nur bei Altbauten besteht Schimmelgefahr!

Falsch! Bei allen Bauten besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Sofern beide Voraussetzungen, also eine kühle Fläche und eine hohe Luftfeuchtigkeit, gegeben sind, kann sich Schimmel bilden.

Bei alten Gebäuden ist es oftmals schwierig die kühlen Flächen in den Griff zu bekommen. Bei Neubauten besteht hingegen oft das Problem, dass sie „totgedämmt“ sind und die Luftfeuchtigkeit nicht mehr nach außen weichen kann.

Es gibt dafür verschiedene Lösungsansätze, wie z.B. eine Anpassung der Lüftungs- und Heizgewohnheit. Der einfachste Weg ist jedoch das Eliminieren der kühlen Flächen durch Flächenheizungen. Daraufhin musst du auf nichts Weiteres achten, denn Schimmel hat keine Chance mehr.

Irrtum Nr. 6: Schimmel kann von selbst verschwinden!

Leider nein. Ist der Schimmel einmal an der Wand, wird er dort auch bleiben. Im besten Fall erweitert sich der Schimmelbefall nicht. Im schlechtesten entwickelt sich der Schimmel weiter und führt zu noch größeren Schäden.

Sofern die befallene Fläche klein und lediglich oberflächlich ist, kannst du sie selbst entfernen. Bei größeren und bereits lang bestehenden Flecken ist es ratsam Experten hinzuzuziehen. Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass die Sporen gänzlich entfernt werden.

Irrtum Nr. 7: Essig hilft, um Schimmel zu beseitigen!

Jein. Nur bei glatten Flächen, wie z.B. Fliesen, hilft Essig zur Bekämpfung von Schimmelbefall.

Bei mineralischen Untergründen, wie Putz oder Stein wird Essig neutralisiert und bietet dem Schimmel sogar Nahrung. Somit trägt der Essig letztlich nur zur weiteren Befeuchtung der Oberfläche bei.

Das geeignetste und günstigste Hausmittel ist, Schimmel mit Spiritus zu besprühen. Wichtig ist allerdings dabei: Gut Lüften und sowohl Schutzhandschuhe, als auch Schutzbrille bei der Anwendung tragen.

Irrtum Nr. 8: In warmen Zimmern gibt es keinen Schimmel!

Nicht die Raumtemperatur ist entscheidend für die Schimmelbildung, sondern die Luftfeuchtigkeit und die kühlen Flächen.

Aus diesem Grund sind besonders Kellerräume im Sommer vom Schimmelrisiko betroffen. Die Wände sind meist noch kühl und benötigen lange Heizperioden, um sich zu erwärmen. Und die Luftfeuchtigkeit ist zu dieser Zeit besonders hoch. Somit ist ein perfekter Nährboden für Schimmel geschaffen.

In warmen Zimmern kann es immer dann zu Schimmel kommen, wenn die Temperatur der Wände 15° Celsius oder weniger beträgt. Das passiert auch, wenn die Lufttemperatur im Raum angenehm warm ist.

Irrtum Nr. 9: Bei Schimmel ist immer der Mieter verantwortlich!

Es kommt darauf an. Die Schuld kann beim Mieter oder dem Vermieter liegen.

In vielen Mietverträgen ist das regelmäßige Lüften vereinbart. Vernachlässigt der Mieter seine Pflicht und lüftet nicht, ist er für den Schimmelbefall verantwortlich.

Es kann allerdings auch noch andere Gründe geben, wieso sich Schimmel im Haushalt verbreitet.

Solche können Wasserschäden oder Baumängel sein. In solch einem Fall haftet der Vermieter für den Schaden und der Mieter kann eine Mietminderung durchsetzen.

In jedem Fall sollte der Vermieter informiert werden, damit die Ursache geklärt und die Ausbreitung verhindert werden kann.

Fazit: Der Klügere informiert sich genau!

Schimmelsporen befinden sich immer und überall in der Luft. Solange nicht zu viele vorhanden sind, sind sie unbedenklich für den Mensch und seine Umgebung.

Kommt es allerdings zu einer erhöhten Konzentration, kann es sehr schnell zu hässlichen Schäden im und am Gebäude kommen. Auch Gesundheitsrisiken erhöhen sich. Vor allem Kinder und Personen, die ohnehin schon durch Atemwegserkrankungen vorbelastet sind, leiden unter dem Schimmelbefall.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Schimmel erst gar nicht auftaucht bzw. so schnell wie möglich entfernt und die Ursache behoben wird.

Eine sehr einfache und effiziente Methode zur Schimmelvermeidung ist die Flächenheizung. Damit hat Schimmel keine Chance, auch wenn der Luftfeuchtigkeitsgehalt besonders hoch ist.

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